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Ausgabe 11/2008
AGF plant ein neues Messsystem für 2009
Für die TV-Sender ist die Höhe der Einschaltquote von immenser Bedeutung. Denn der Anteil der Fernsehzuschauer wirkt sich unmittelbar auf die Preisgestaltung für das Schalten von Werbespots aus. In Deutschland sind 5.640 repräsentativ ausgewählte Haushalte an das Messsystem der AGF (Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung) angeschlossen. Sekundengenau wird unter den rund 13.000 ausgewählten Teilnehmern registriert, wer wann welche Sendung wie lange verfolgt. Die AGF ermittelt daraus die Einschaltquote (per Hochrechnung) sowie den Marktanteil der TV-Kanäle.
Da sich die Nutzungsformen in den vergangenen Jahren stark gewandelt haben, hat die AGF beschlossen, 2009 ein neues Messsystem einzuführen. Bislang werden Kabel- und Satellitenfernsehen, terrestrischer Empfang – analog und digital – sowie die Video-Aufzeichnung erfasst. Mehr und mehr Zuschauer nutzen jedoch digitale Aufzeichnungsgeräte und haben somit die Möglichkeit, das aktuelle Programm anzuhalten und zeitversetzt anzusehen. Eine weitere Alternative ist das Fernsehen über den PC. Auch das hat die AGF bisher nicht berücksichtigen können.
Ab kommendem Juli soll nun in einem ersten Schritt der Fernsehempfang über DVD- und Festplattenrekorder, also zeitversetztes Fernsehen, mit in die Messung einbezogen werden. Aus diesem Grund werden im nächsten Jahr alle Musterhaushalte mit neuen Geräten sowie einer neuen Mess-Software versorgt. Schließlich zeichnet der TV-Konsument bei der Aufnahme einer Sendung – egal ob auf DVD- oder Festplattenrekorder – auch die ausgestrahlte Werbung mit auf. Somit können alle Sichtungen, die in den Testhaushalten nach der TV-Ausstrahlung erfolgen und von der Software aufgezeichnet werden, zur Quote zählen. Künftig wird zeitversetztes Sehen bis zu drei Tage nach der Ausstrahlung für die Ermittlung der Zuschauerzahlen berücksichtigt.
Weitere Informationen: www.agf.de und www.media-perspektiven.de |

