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Ausgabe 01/2009
Satelliten-TV im ganzen Haus ohne Kabelsalat
Bisher war digitaler Sat-TV-Empfang nur in solchen Räumen möglich, in denen ein Antennenkabel-Anschluss existierte, zumeist also nur im Wohnzimmer, und mit einem Aufwand an Kabelverlegen verbunden. Dies wiederum führte zu häufigen Diskussionen darüber, welches Programm angeschaut werden sollte: Fußball oder Kochshow, Nachrichten oder Serie. Diverse Hersteller haben nun Lösungen auf den Markt gebracht, die versprechen, den Satellitenempfang im ganzen Haus verfügbar zu machen, ohne Kabel neu verlegen zu müssen.
Ganz ohne Strippen funktioniert es über Single Cable Distribution zwar noch nicht, die Zahl der zu verlegenden Kabel kann jedoch dank spezieller LNBs, Multischalter und Receiver auf eins verringert werden. Das bedeutet vor allem beim Anschluss von Dual-Tunern eine enorme Materialersparnis, da bislang pro Gerät zwei Kabel zur Schüssel gelegt werden mussten. Durch diese neue Technik zur Verteilung von Satelliten-TV-Signalen, die im Handel auch unter dem Namen Unicable bekannt ist, kann ein entsprechender Multischalter bis zu acht Frequenzen vergeben, mit denen er acht verschiedene Empfänger ansteuern kann. Maximal acht Receiver können somit über ein Koaxialkabel versorgt werden. Das spart Zeit und Geld bei Neuverkabelungen beziehungsweise Erweiterungen vorhandener Kabelnetze. Voraussetzung ist jedoch, dass die Komponenten kompatibel zum CELENEC-Standard EN50494 sind.
Eine neue, innovative Kombination aus Haupt- und Nebenreceiver ermöglicht Sat-TV "ohne Strippen" in mehr als einem Raum. Der Hauptreceiver wird dabei an die vorhandene Satellitendose geklemmt, während der Zusatzreceiver ein TV-Gerät in einem anderen Zimmer mit digitalem TV-Programm versorgt. Die Sat-Signale werden zwischen den beiden Geräten über ein drahtloses Netzwerk (WLAN) übermittelt. Ein zusätzliches Plus: in der "Masterbox" steckt eine 160-GB-Festplatte, die zeitversetztes Fernsehen oder Timer-gesteuerte TV-Aufnahmen erlaubt – an beiden Geräten. Der Hauptreceiver unterstützt maximal zwei weitere Empfänger.
Eine kreative Lösung ist der weltweit erste DVB-Satelliten-Receiver, der das Stromnetz für die Übertragung der Fernsehsignale nutzt. Der Anbieter Devolo setzt mit seinem Produkt "DLan-TV-Sat" auf eine Technologie, die das TV-Signal von der Satellitenschüssel ohne Antennenkabel zu jeder Stromsteckdose im Haus sendet, von wo aus es auf einem PC dargestellt werden kann. Der PC ist für diese Art der Datenübertragung zwar zwingend nötig, allerdings fällt das Problem der fehlenden Antennenverkabelung in einem Haus oder einer Wohnung flach. Das Resultat ist ruckelfreies DVB-Satellitenfernsehen in HD-Qualität – dank hoher (Brutto-) Datenrate von bis zu 200 Mbit/s sowie integrierter Qualitätsmechanismen. Ein weiterer Vorteil ist die Time-Shifting-Funktion (zeitversetztes Fernsehen), denn ein integrierter EPG (Electronic Programme Guide) ermöglicht das komfortable Mitschneiden von TV-Sendungen auf der Festplatte. Für den guten Ton ist dank Dolby-Surround-Sound-Unterstützung (AC3) ebenfalls gesorgt.
Weitere Informationen unter www.satundkabel.de und www.ses-astra.com |


